„Einer allein kann kein Dach tragen.“

 

Aus Afrika

Allgemeines zu den Gruppenangeboten

Die Teilnahme an einer Gruppentherapie kann aus unterschiedlichen Gründen sinnvoll sein. So können beispielsweise einige Strategien im Rahmen einer Gruppe effektiver genutzt werden und wirken, da die soziale Situation durch mehrere Gruppenmitglieder „realitätsnaher“ ist. Die Arbeit in einer Gruppe bietet außerdem den Vorteil, dass Patienten die (meist als entlastend empfundene) Erfahrung machen können, dass es auch noch andere Menschen mit ähnlichen Problemen gibt. Zudem kann jeder Teilnehmer auch von Erfahrungen der anderen Patienten profitieren. Manchmal kann aus organisatorischen Gründen der Beginn einer Gruppentherapie schneller möglich sein, als der Beginn einer Einzeltherapie, so dass durch die Gruppentherapie die Wartezeit deutlich verkürzt werden kann. Die Gruppe kann als Ergänzung zu einer Einzeltherapie stattfinden oder auch als eigenständige Maßnahme.

 

Ob und welche Gruppentherapie für Sie hilfreich ist und welches Vorgehen (Kombination aus Gruppe und Einzel oder reine Gruppentherapie) für Sie geeignet ist, wird in einem als Einzelgespräch stattfindenden Termin geklärt. Die Gruppentherapien finden je nach Gruppe in insgesamt 6 bis 10 Sitzungen à 100 Minuten statt und die Gruppengröße liegt in der Regel bei 4-8 TeilnehmerInnen.

Wenn Sie sich von einem der Angebote angesprochen fühlen, nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf.

 

 

Gruppenangebot für Mütter mit postpartalen Erkrankungen

Wenn das Baby da ist wird in der Regel eine glückliche Mutter erwartet, die in ihrer neuen Rolle voll aufgeht. Was aber, wenn das nicht so ist? Was, wenn man für sein Kind nicht das empfinden kann, was man erwartet hat? Was, wenn man sich in seiner neuen Rolle nicht wohl fühlt, sich belastet fühlt? Was, wenn man sich leer, traurig, ängstlich, gereizt oder/und verzweifelt fühlt? Was, wenn nach der Geburt alles anders ist, als man es sich vorgestellt hatte?
 Möglicherweise besteht dann eine postpartale Erkrankung, die behandelt werden sollte, um die Situation für Mutter und Kind zu verbessern. Häufig fällt es betroffenen Frauen schwer, anderen gegenüber über ihre Empfindungen zu sprechen, zu äußern, was so völlig entgegen aller Erwartungen ist. Oft entstehen deshalb auch Schuldgefühle, was es noch schwerer macht, sich jemandem anzuvertrauen. Betroffene Frauen fühlen sich so allein und hilflos in ihrer neuen Situation.
In meiner Praxis biete ich regelmäßig ein Gruppentherapieprogramm an, das sich an postpartal erkrankte Frauen wendet. Vorab wird in Einzelgesprächen abgeklärt, ob tatsächliche Behandlungsbedarf besteht. In 6-10 Gruppenterminen werden dann unter anderem die folgende Aspekte thematisiert:


  • Vermittlung der wichtigsten Informationen zu der Erkrankung
  • Entwicklung von Strategien zur Selbsthilfe
  • aktive Auseinandersetzung mit der neuen Rolle als Mutter und den    damit einhergehenden Veränderungen der verschiedenen Lebensbereiche
  • Stärkung und Verbesserung der Interaktion mit dem Kind

 

 

Gruppenangebot für Menschen mit Depression

Depressive Erkrankungen nehmen immer mehr zu und spielen zunehmend eine Rolle im gesellschaftlichen Leben. Viele Betroffene fühlen sich der Erkrankung hilflos ausgesetzt. In den Gruppensitzungen sollen Patienten zu Experten ihrer eigenen Erkrankung werden. Neben theoretischer Wissensvermittlung rund um die Erkrankung, den Behandlungsmöglichkeiten und den biologischen Hintergründen liegt ein Fokus des Behandlungskonzeptes auf der Entwicklung und dem Training wissenschaftlich fundierter antidepressiv wirkender Strategien, die den eigenen Einfluss der Betroffenen auf die Erkrankung positiv fördern.

 

 

Gruppenangebot für sozial unsichere Menschen

Sozial unsichere Menschen haben häufig Schwierigkeiten im Bereich soziale Kompetenz. Soziale Kompetenz meint die Fertigkeiten im Umgang mit anderen Menschen. Diese Schwierigkeiten können sich beispielsweise darin äußern, dass im Umgang mit anderen Menschen Ängste bestehen, oder dass es schwer fällt, sich gegenüber anderen durchzusetzen, selbstsicher aufzutreten, mit Lob oder Kritik angemessen umzugehen, Kontakte aufzunehmen oder eigene Wünsche und Bedürfnisse zu äußern.
All dies sind Verhaltensweisen, die man erlernen kann - am besten direkt im Umgang mit anderen Menschen. Eine Gruppentherapie bietet hierfür einen idealen Rahmen: in einem geschützten Rahmen können „unter Gleichgesinnten“ neue Fertigkeiten ausprobiert, vorhandene trainiert und ungünstige Verhaltensweisen reflektiert und verändert werden, ohne dass dabei das Risiko besteht, abgelehnt zu werden oder mit negativen Konsequenzen gerechnet werden muss.
Das Therapieangebot richtet sich an Menschen, die aufgrund mangelnder sozialer Kompetenz oder sozialer Ängstlichkeit Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen haben. Neben Informationsvermittlung kommen in der Therapiegruppe v.a. Methoden aus der Verhaltenstherapie zum Einsatz (z.B. Rollenspiele). Das Gruppenkonzept wird dabei an die individuellen Bedürfnisse der TeilnehmerInnen angepasst.

 

 

Gruppenangebot für Menschen mit Angsterkrankungen

Viele Menschen leiden unter plötzlich auftretenden Angst- oder Panikattacken. Im Rahmen der Angstgruppe wird Wissen rund um solche Erkrankungen vermittelt, so dass Patienten zu ihren eigenen Experten werden. Außerdem werden aus den theoretischen Hintergründen Strategien zur Behandlung der Erkrankung abgeleitet und eingeübt.